Startseite BlizzaktuellStartseite Blizzaktuell
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Seite empfehlen

Regensburg
Samstag, 31. Juli 2010 21:07

Konjunkturprogramm für Ostbayern

E.ON Bayern investiert von den 250 Millionen Euro im Freistaat 50 Millionen in der Oberpfalz

Regensburg – Rund 250 Millionen Euro investiert E.ON Bayern im gesamten Freistaat in seine Netze. Allein 115 Millionen gehen nach Ostbayern, über 50 Millionen in die Oberpfalz.

„Ein richtiges Konjunkturprogramm für die Region“, sagt Christoph Henzel, Mitglied der Geschäftsleitung der E.ON Bayern AG. Mit ihm sprach BLIZZ-Geschäftsführer Wolfgang Herzog.

„Sämtliche Aufträge bleiben, soweit möglich, in der Region“, betont Henzel. So würden sie zu einer hohen Wertschöpfung beitragen. „Daneben schaffen wir auch noch 1.200 Arbeitsplätze bei unseren Lieferanten und Auftragnehmern“, sagt der E.ON-Manager nicht ohne Stolz.

So werden die Leitungen zwischen Wutzlhofen und Wenzenbach auf einer Länge von rund sechs Kilometern erneuert, ebenfalls die von Wutzlhofen und Bernhardswald (ca. fünf Kilometer).

Außerdem werden neue Kabel Richtung Regenstauf verlegt und die Freileitungen von Fußenberg nach Wenzenbach sowie zwischen Haselbach und Irlbach in die Erde gebracht. Die Gesamtinvestitionen dafür: rund 1.050.000 Euro.

Diese Maßnahmen garantieren mehr Versorgungssicherheit,  sprich, weniger Ausfälle durch Schneebruch, Sturm und andere Störfälle, und ermöglichen die ansteigende Einspeisung erneuerbarer Energien.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat nämlich eine nachhaltige Entwicklung ausgelöst. Die Folge ist eine Dezentralisierung der Stromerzeugung. Bisher war das Netz nur für den Transport und die Verteilung von zentralen Kraftwerkstandorten zu Lastschwerpunkten und Endkunden ausgelegt. Bis vor wenigen Jahren konnte es auch noch die Aufnahme der dezentralen Energiequellen verkraften. „Heute aber sind vielerorts die Grenzen erreicht“, sagt Christoph Henzel.

Das geht auch aus der Statistik für die Neuanschlüsse von Fotovoltaik-Anlagen hervor. Danach wurden 2002 2.200 Anlagen eingerichtet, 2007 10.000, 2008 17.000 und 2009 35.000. Bis Ende Juli 2010 sind bereits über 30.000 Anträge eingegangen, täglich werden 250 Neuanlagen angeschlossen. Um weitere Kapazitäten zu gewinnen, muss das Netz daher laufend weiter ausgebaut werden.

An sonnigen Tagen werden zudem „Hochtransformationen“ auf die nächste Spannungsebene (110 Kilovolt) durchführt, wofür wiederum 110 KV/20 KV Umspannwerke erforderlich sind.

„Leider sind Fotovoltaik und Windenergie nicht grundlastfähig, d.h., wenn die Sonne scheint oder der Wind weht, wird Strom erzeugt und muss auch abgenommen werden“, erklärt dazu Christoph Henzel. Anders die erneuerbaren Energien Biomasse und Wasserkraft. Hier ist eine gleichmäßige Erzeugung und somit Grundlastfähigkeit gegeben. „Ein Ausweg aus diesem Dilemma könnten Speichermöglichkeiten sein“. Henzel denkt hier z.B. an Hochleistungs-Akkus und Elektromobilität. Doch da stehe die Entwicklung erst am Anfang.

Wenn der E.ON-Bayern-Manager jedoch von der Versorgungssicherheit des deutschen und speziell ostbayerischen Stromnetzes spricht, gerät er ins Schwärmen. Gerade einmal 17 Minuten Nichtverfügbarkeit weise das deutsche Stromnetz im Jahr aus. „Eine verschwindend niedrige Marke im europäischen Vergleich“, weiß er und führt Beispiele an: Danach liegt Italien bei 53 Minuten, Frankreich bei 58 Minuten und Spanien sogar bei 104 Minuten.




Bisherige Kommentare
Startseite | Impressum | Druckansicht | Seite empfehlen | RSS-Feedblizzaktuell.de als Startseite  | nach oben

© 2010 BLIZZ
Wetter
Regensburg
Sa
sonnig
6/20
30
So
heiter
5/19
5
Mo
heiter
4/19
5
© wetter.net




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Textanzeigen:

Stellenangebote: Ich bin 15 und suche in den Ferien einen Schülerjob.

Bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung sollte man sich ruhig etwas Zeit lassen

Arzt Duisburg: Check des Körpers beim Arzt was soll er alles untersuchen?